Die Legende von der Erscheinung und der Gründung des Klosters Dalheim
Dalheim/Legenden-Geschichte
Es war in alten Tagen, da die Wälder um die Altenau noch dichter rauschten und die Menschen das Wort Gottes in den Stimmen der Natur suchten. In jener Zeit geschah es, dass auf einer Anhöhe nahe des Tales ein wunderbares Zeichen erschien.
Ein Hirte mit Namen Konrad, ein schlichter Mann, der sein Vieh am Waldrand hütete, sah in der stillen Nacht einen leuchtenden Kreuzstein aus dem Boden wachsen, als wäre er aus Licht gemeißelt. Und siehe – über dem Kreuz schwebte ein sanfter Klang, gleich dem einer himmlischen Harfe.
In seinem Traum trat ein greiser Mann zu ihm, ehrwürdig und von himmlischem Glanz umgeben, und sprach:
„Hier will ich ein Haus des Gebets errichten – eine Bruderschaft, die arbeite und wache, und in der Stille des Waldes Frieden finde.“
Als der Morgen graute, erzählte Konrad im Dorfe, was er gesehen hatte. Die Alten und Weisen berieten sich lange, und einer sprach:
„Wenn dies ein Zeichen des Himmels ist, so soll dieses Land geweiht sein für ein Kloster der Diener Gottes.“
Und also geschah es, dass ein fremder Edelmann, dessen Name vergessen ist, mit seinen Knechten kam. Sie brachten schweren Stein und errichteten eine kleine Kirche auf jener Höhe. Danach folgte das Kloster – und Brüder des Augustinerordens kamen, pflanzten Gärten, bauten Werkstätten und hallende Kreuzgänge.
Doch ehe das letzte Gewölbe geschlossen ward, sah man in der Nacht ein Schattenwesen über die Baustelle schreiten. Es trug eine dunkle Kutte und flüsterte mit einer Stimme, die wie kalter Wind durch die Hallen fuhr:
„Dieser Frieden schmerzt.“
Die Brüder erschraken und baten den Herrn um Schutz. Da erschien dem Hirten Konrad abermals der alte Mann im Traum und sprach:
„Die Kraft eures Gebets ist stärker als die Finsternis.“
Als die Mönche darauf das Glockenseil zogen und sangen Ora et Labora, zerrann der Schatten in Nebel, und der Wind verstummte.
So stand fortan das Kloster Dalheim – nicht ohne Mühsal, doch mit stillem Segen. Und der Kreuzstein blieb auf der Wiese zurück, als Mahnmal des göttlichen Zeichens, dass Arbeit und Gebet das wahre Fundament jeder himmlischen Heimstatt sind.
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