Unweit von Büren, verborgen im dichten Wald nahe dem verlassenen Kloster Böddeken (gegründet im Jahr 837), erzählt man sich von einer Erscheinung, die Reisenden das Blut in den Adern gefrieren lässt.
Am Eingang zum sogenannten Tal des Friedens, wo ein altes Kriegerdenkmal mit weißen Kreuzen steht und im Mondlicht unheimlich schimmert, soll eine weiße Frau umgehen. Der Sage nach gehörte das umliegende Gut einst der adligen Familie von Mallinckrodt, die drei kleine Töchter hatte. Alle drei Kinder starben tragischerweise im Alter von nur vier Jahren an einer rätselhaften Krankheit, die ihre Haut bleich wie Wachs werden ließen. Vom Schmerz überwältigt soll sich die Mutter – nun ohne ihre Kinder und ihren ebenfalls früh verstorbenen Mann – das Leben genommen haben.
Seit jenen Tagen, so raunen es sich die Leute zu, erscheint die Weiße Frau von Böddeken bei Nacht. Man habe sie schon auf der Straße vor der alten Kapelle gesehen, wo sie den Autofahrern verzweifelt zuwinkte. Manche behaupten gar, die geisterhafte Gestalt habe sich direkt auf den Beifahrersitz oder gar den Schoß eines Fahrers gesetzt und ins Lenkrad gegriffen, um vor der gefährlichen Kurve zu warnen.
Tatsächlich sind an dieser Stelle viele Unfallspuren zu finden – lange Bremsspuren, die auf den Graben zurasen. Ob die weiße Frau eine Schutzgeistfigur ist, die vor Unheil bewahrt, oder eine ruhelose Seele, die die Lebenden erschrecken will, darüber scheiden sich die Geister. Einige rationalisieren die Legende und meinen, es sei nur das Scheinwerferlicht, das an den Kapellenfenstern reflektiert und mit dem Schatten eines Kreuzes die Illusion eines Gespensts erzeugt. Doch insgeheim ziehen selbst Skeptiker den Mantel etwas enger, wenn sie nachts durch das Tal fahren.
Denn in Büren und Umgebung gilt: Lieber einmal zu viel grüßen, falls am Wegesrand eine stille weiße Gestalt auftaucht…
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Diese Geschichte wurde veröffentlicht am 28.09.2025
Autor des Artikels Anonymous für unserechroniken.de
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Wewelsburg: Die Frau in Weiß – Hüterin der vierten Ecke
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